Grundsätzliches

Die Charaktere, die von den Spielern repräsentiert werden, leben in einer imaginären Welt, einer Phantasiewelt. Da wir den Ausgang vieler Ereignisse mit Hilfe der Würfel ermitteln, benötigen wir eine Beschreibung unserer Spielfiguren in Zahlen. Diese Werte sind zunächst einmal die Eigenschaften und zur weiteren Differenzierung die Fertigkeiten. Für jeden Charakter des HokusPokus Rollenspielsystems benötigen wir fünf Eigenschaften: Intelligenz, Courage, Geschick, Stärke und Karma. Diese Eigenschaften bilden die Grundlage, wie gut ein Charakter bestimmte Dinge ausführen kann.Die Eigenschafts- und auch die Fertigkeitswerte werden benötigt, damit der Spieler nicht sich selbst spielt, sondern den Charakter seiner Spielfigur zur Geltung bringt.Achtung: Die Eigenschaftswerte sind konstant. Sie stellen sozusagen die Gene eines Wesens dar. Anders ausgedrückt, man versteht darunter die grundlegenden körperlichen Talente und geistigen Neigungen.Rein theoretisch wäre es denkbar, Eigenschaften (z.B. Stärke) durch Training zu verbessern. Für einen Charakter im Spiel, der ständig durch die Welt zieht, ist dies aber praktisch nicht durchführbar, denn ihm bietet sich nicht die Möglichkeit, jeden zweiten Tag ein Bodybuilding-Studio zu besuchen. Darum würde er unweigerlich die durch mühsames Training gesteigerte Kraft wieder abbauen.

Zum besseren Verständnis der Eigenschaftswerte und deren Bedeutung findet sich im Anhang eine erklärende Tabelle.

Grenzwerte

„Andere Rassen, andere Sitten.“

Je höher der Wert, um so besser! Aber…

In der Regel liegen die Eigenschaftswerte eines menschlichen Charakters zwischen 4 und 20. Der menschliche Durchschnitt ist 12 und das menschliche Maximum ist 20. Die Maximalwerte für nicht menschliche Charaktere errechnen sich aus 20 + Differenzwert der Eigenschaft (siehe Anhang: Geburtshilfe, Fakten).

Die Charaktereigenschaften können zum Teil deutlich höher ausfallen als die Eigenschaften des menschlichen Spielers. Dies gilt vor allem bei nicht menschlichen Charakteren. Natürlich kommt auch der umgekehrte Fall vor. Ist beispielsweise der darzustellende Charakter ein Tolpatsch, so darf der Spieler das nicht vergessen, sonst geht er ungewollt davon aus, daß es kein Problem darstellt, über eine niedrige Hecke zu springen, obwohl der Charakter viel zu ungeschickt dazu ist. Das eventuell vorhandene Talent des Spielers nutzt hier gar nichts!

Einer der Charaktere, die Georg in seinem bisherigen Rollenspielerleben geführt hat, ist Nanor der Ork. In seinem Stamm ist er bei weitem der Klügste, doch im Vergleich zu einem Menschen ist er immer noch recht dumm. So behauptet er gerne: „Alle doof, außer mich!“
Nanor besucht seine Sippe. Er hat vieles zu berichten. Nanor: „Oh, viel, viel Gold wir haben gefunden, auch Bücher waren dabei, Zauberbücher. Die noch viel wertvoller als Gold!“
Meister: „Stop, Georg. Nanor ist nicht so intelligent, daß er den Wert der Bücher so gut einzuschätzen wüßte. Würfle bitte einen Intelligenzwurf für ihn. Wenn es klappt okay, ansonsten vergiß das mit den Büchern.“
Georg würfelt, wie erwartet zu hoch. Nanor: „Oh, viel, viel Gold wir haben gefunden und auch dumme Bücher. Haben gerecht geteilt mit mir, die Menschen. Dumme Bücher – konnten behalten.“


Ein Spieler, der glaubt, sein Charakter sei der Beste, irrt. Er kann höchstens relativ gut sein, denn Du hast immer die Möglichkeit, Gegner aufzustellen, die noch höhere Werte aufweisen als die der Spielfiguren. Das Team und das Spiel sind viel wichtiger als alle Zahlenwerte.
Zudem können sich extrem gute Eigenschaften hin und wieder auch einmal negativ auswirken. So kann ein Elb mit einer Geschicklichkeit von 27 mit seinen über alle Maßen eleganten Bewegungen einem einfältigen Menschen arrogant vorkommen.