Priester

Miglä: „Alles was wir brauchen, um gute Priester zu werden, ist die Fähigkeit, uns zu wundern.“

Frühestens mit Erreichen der Volljährigkeit (siehe Anhang: Geburtshilfe, Fakten) ist es möglich, das Amt eines Priesters zu bekleiden. Mit einer Weihe wird ein enges Band zwischen Gott und Priester geflochten. Der Priester vertraut nun voll und ganz auf seine Gottheit. Meist leben Priester in Tempeln, Klöstern oder Kirchen. Einige jedoch sind Wanderer und versuchen auf diese Art und Weise ihren Glauben zu verbreiten und andere zu bekehren. Ihnen allen gemein ist es, das Wort Gottes zu leben und zu beten. Mit steigendem Ansehen (sprich steigenden Glaubenspunkten) kommt der Priester seinem Gott näher und die Möglichkeiten göttlicher Magie steigen.

Oft schicken Eltern ihren noch sehr jungen Sprößling zu einem Priester, damit er dort im Glauben eines Gottes aufwächst. Diesen jungen Gehilfen nennt man auch Diener Gottes oder Adept… Er verrichtet im Tempel alle anfallenden Arbeiten und Aufgaben, die ihm der Priester erteilt. Mit der Zeit werden diese Aufgaben größer und anspruchsvoller. Hin und wieder schickt der Priester seinen Schützling in die Welt hinaus, damit er dort im Namen seiner Religion Anhänger findet.

Wenn ein Adept der Meinung ist, er wäre würdig, so bereitet er, unter den Augen eines Lehrpriesters, die Zeremonie zu seiner Weihe vor. Bei der großen Zeremonie gelobt er, nach den Gesetzen der Religion (Waffenverbot, Ehrlichkeit, Friedfertigkeit… siehe Arcoris: Spiel der Götter, Götter) zu leben und niemals andere Magiearten zu praktizieren. Lediglich die Anwendung von HokusPokus bleibt ihm neben den Wundern seines Gottes erlaubt. Der angehende Priester übergibt alle bisher angesammelten Glaubenspunkte als Beweis seiner Loyalität seinem Gott. Je mehr GP er in seinem Leben als Diener Gottes gesammelt hat (maximal Karma, siehe Magie: Glaube, Gläubige, Glaubenspunkte), je großzügiger also seine Spende ausfällt, je höher stehen die Chancen, daß seine Gottheit ihn als Priester annimmt (Wurf gegen die geopferten GP). Gleich, ob der Gläubige nun Priester wird oder nicht, er verliert in jedem Fall seine eingesetzten Glaubenspunkte. War er nicht würdig, so kann er von neuem GP sammeln, um die Priesterweihe an einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen (aber maximal 3 Versuche).

Glaubenspunkte

Priester verehren ihren Gott, dienen ihm und bringen ihm Opfer in Form von Gebeten, glänzendem Gold, dem Bau eines Schreins oder der Bekehrung Ungläubiger. Im Gegensatz dazu erhoffen sie Anerkennung. Bei all diesen Taten schaut der Gott seinem Schützling auf die Finger, um ihn gegebenenfalls zu belohnen (GP) oder zu bestrafen (GP-Abzug). Die Entscheidung, ob der Spieler im Sinne des Gottes gehandelt hat, trifft natürlich der Meister. Bei größeren Vergehen, wie zum Beispiel der Anwendung von Zauberkunst, kann ein Priester exkommuniziert werden. Das heißt, der Gott (hier auch Spielmeister genannt) nimmt ihm seine gesamten GP und wird niemals wieder Wunder für ihn wirken.

Da jeder gottesfürchtige Priester vor dem Schlafengehen zu seinem Gott betet, erhält er über Nacht (mindestens 6 Stunden Schlaf) 1 GP. Gelingt ein Wurf gegen Karma erhält er 2 GP. Priestern ist es erlaubt so viele GP zu sammeln, wie es ihnen beliebt. Jede Änderung der Glaubenspunkte wird auf dem Heldendokument notiert (siehe Kugel auf der Rückseite des Charakterbogens).